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Freitag, März 16, 2007

Virtualität

Hallo Welt!

In letzter Zeit habe ich wirklich das Gefühl, dass sich der "Grad der Virtualität" deutlich erhöht hat. Nicht nur in dem Sinne, das man sein Leben, nein, eher zuviel Zeit, in der "virtuellen Welt" Internet verbringt, nein, auch die sowieso schon virtuelle Welt der Computer virtualisiert sich noch mehr, als man sich das an der Oberfläche so vorstellt.

Ich habe hier nicht vor, den "Grad der Virtualität" zu definieren, nach einer google Suche fand ich aber diese Seite, die es versucht... Was virtuell ist, steht natürlich auf in Wikipedia.

Wobei es mir hier geht, sind zwei Dinge: 1. Virtual Reality, das heißt der Versuch, das echte Leben nachzubilden, und 2.Virtual Machine, -Server, -OS, öfters auch Remote-, das heißt zum Beispiel, dass auf einem Computer oder Server mehrere virtuelle laufen, und zum Beispiel in einem Netzwerk auch als verschieden Maschinen angesehen werden.

Zu 1.:
Schon mal von Second Life gehört? Bestimmt, denn Ende letzten Jahres wurde in vielen Medien verkündet, dass es mittlerweile über eine Million Leute benutzen. Wirklich neu an Second Life ist die 3D-Welt, in der man sich doch gleich auch visuell in der Virtualität befindet. Im Vergleich zum Internet, wo man sich in zigtausend Communities eine virtuelle Identität schaffen kann, ergeben sich hier ein paar Möglichkeiten, die es bisher nicht gab. In den letzten Wochen berichten auch immer mehr Zeitschriften über das Thema Second Life, so zum Beispiel Capital in der Ausgabe 6/2007 und irgendwelche Uni-Zeitschriften, ob es jetzt unicum oder audimax war, ist ja auch egal...

Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos, es gibt den Handel mit virtuellen Gütern und schon Leute, die damit ihr reales Leben finanzieren, in dem sie virtuelle Klamotten verkaufen. Es kommen Fragen auf, wie zum Beispiel: Geld Geld Geld, wozu eigentlich diese Virtuelle Welt? Funkioniert die echte nicht mehr? Scheinbar ja, das echte funkioniert nicht mehr, wir brauchen mehr Sicherheit, einen niedrigeren Ölpreis (vergesst endlich mal die CO2 Diskussionen) und besseres Wetter!!! Und vor allem, wie Second Life zeigt, mehr schnellen Sex am Strand...!?

Ist es es nur ein Spiel, in dem man in seine Traumrolle schlüpfen kann? Das glaube ich nicht, denn reich im Sinne von Millionär heißt entweder, dass man echtes Geld in virtuelles eingetauscht hat oder einfach auf geschickte Art und weise virtuelles Geld verdient hat, und damit ist wohl aus dem Spiel ein Geschäft geworden. Naja, solange es Spass bringt, bitte! Alle Angebote des Internets sind doch auch virtuell. Zum Beispiel ebay. Ebay ist eine virtuelle Versteigerung, ich finde es wird Zeit, dass dort mal ein 3D Hammer zuschlägt. Und Einkaufen im Internet, also Virtuell Shopping, wir wollen das doch, wie die steigenden Umsätze zeigen. Keinen Fuss mehr vor die Tür setzen und den armen Paketmann schleppen lassen.

Aber es soll ja auch nützliche Dinge geben. Zum Beispiel beim Flugkapitän. Sollte mal Nebel oder schlechtes Wetter sein, die Piloten lenken ihr Flugzeug in einer virtuellen Welt zu Boden. Wollen wir hoffen, dass es klappt, und nicht wie hier endet.

Also gut, mein Fazit: Virtualität ist da gut, wo sie Dinge einfacher und unabhängier macht. Ich finde, die Leute die mehr als ihren halben Tag in Second Life oder irgendwelchen Spielen herumgeistern, sollten das überdenken.


Zu 2::
Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber zumindest als Mac Benutzer benötigt man manchmal doch noch Zugriff auf ein Windows Betriebssystem. So ergeben sich dann auch schon einige Möglichkeiten, wie man ohne einen zweiten Computer besitzen zu müssen, Windows auf seinem oder auf einem Netzwerk-Computer, zum Beispiel im Unternehmen oder in der Uni, zum Laufen bringt. Es muss ja auch nicht unbedingt Windows sein, Linux geht natürlich auch...

Also hier die Liste der Möglichkeiten: Als virtuelle Maschine, zum Beispiel mit VMWare, Parallels, Q, wine, usw. Für Windows: VNC, Windows-Remote-Desktop. Für Unix: ssh mit X Forwarding, VNC...

Schon heute gibt es ganze Rechenzentren, die Kanzleien, Arztpraxen usw. mit Servern bedienen, auf denen die Benutzer ihre Programme ausführen. Auf dem Computer(Thin Client) wird nur noch das Bentriebsystem und ein Programm benötigt, dass die grafische Oberfläche darstellt. Vorteil: Sämtliche Daten sind zentral und meistens redundant gespeichert. Nachteil: Vorausgesetzt sein muss wohl eine gute Netzwerkverbindung plus Verschlüsselung.

Ein weiterer Aspekt ist noch die Verschachtelung von virtuell oder remote ausgeführten Programmen und Oberflächen. Zum Beispiel ist es schneller, über Windows Remote eine Verbindung zu einem Rechner aufzubauen, der mit einem weiteren Rechner mit X11 System in einem schnelleren Netz zusammenhängt, als es die direkte Verbindung . Beim X-Forwarding werden wohl mehr Daten ausgetauscht, als bei Windows-Remote (Übertragung von Vektoren vs. Bitmaps?)

So, nach dem ganzen hin und her meine Prognose: Der Grad der Virtualität wird weiter zunehmen. Mal sehen, wie es bei Second Life in einigen Jahren aussieht, und ob da noch Konkurrenz entsteht. Bei Punkt 2 ist das Wachstum wohl nicht aufzuhalten, schnellere Computer, schneller Netze, da kommt das von ganz allein.

Ciao!

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